Studieren im Handwerk


Mit Fachabitur oder Abi eröffnen sich für Dich unendlich viele Möglichkeiten. Du musst Dich nur entscheiden, ob Du lieber ein Studium oder eine Ausbildung machen willst. Oder Du entscheidest Dich einfach für beides. Das Duale Studium verbindet den theoretischen Hintergrund eines Studiums mit dem packenden Alltag in einem Betrieb des spannendsten und vielseitigsten Wirtschaftszweig überhaupt: dem Handwerk, der "Wirtschaftsmacht von nebenan".

 

Karriere gibt’s im Handwerk eben auch im Doppelpack: Lehre und Studium - gemeinsam und kompakt. Gerne hilft die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer weiter:

 

Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld
- Abt. Berufsbildung -
Campus Handwerk 1
33613 Bielefeld

 

Tel.: 0521 / 56 08 - 3 33
Fax: 0521 / 56 08 - 1 99
Mail: ausbildungsberatung@hwk-owl.de

 


Praxisbeispiel Hochschule Ostwestfalen-Lippe:

 

Konzept

 

Der Gedanke, ein Studium mit einer beruflichen Tätigkeit zu verbinden, ist bereits mehr als zwanzig Jahre alt. Seit etwa fünfzehn Jahren erprobt man dies auch in technischen Fachbereichen, zunächst als Modellversuch, heute als etabliertes und von allen Seiten anerkanntes Modell. Die Art und Weise, wie die Studiengänge gestaltet sind, differiert von Hochschule zu Hochschule erheblich. Meistens werden die einzelnen Ausbildungsabschnitte von Studium und betrieblicher Tätigkeit in einzelnen, aufeinander folgenden Blöcken absolviert. Das MODELL LIPPE bietet hier zwei Besonderheiten:

  • Die Regelstudienzeit im Dualen Studium beträgt mit Einführung des Bachelorabschlusses nur 6 Semester (bei betrieblicher Berufsausbildung zzgl. einem Jahr vorgelagerter Ausbildungszeit im Unternehmen), ist also nicht länger als ein konventionelles Bachelor-Studium an einer Fachhochschule.
  • Die Studierenden im Dualen Studium studieren gemeinsam mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen, die das Studium ohne begleitende Berufspraxis absolvieren.

 

Etwa zehn Prozent der an Fachhochschulen angebotenen Studiengänge verbinden betriebliche Ausbildung und Studium. Alle Beteiligten - Studierende, Hochschulen und Unternehmen - berichten über sehr positive Erfahrungen.

 

Die Vorteile für die Unternehmen liegen in der frühzeitigen Auswahl von Nachwuchskräften mit hohem Entwicklungspotenzial, in der frühen Bindung an das Unternehmen und in der erheblichen Reduzierung der Einarbeitungsphase nach Ausbildungsende. Außerdem ergibt sich erhöhte Planungssicherheit bei der Besetzung von Stellen.

 

Die Vorteile für die Studierenden liegen in der begleitenden praxisnahen Ausbildung und in der Sicherheit, nach dem Studium eine angemessene Anstellung zu finden. Wird zwischen dem Unternehmen und dem Studierenden ein Ausbildungsvertrag geschlossen, kann außerdem eine zusätzliche berufliche Qualifikation, der Facharbeiter- oder der Gesellenbrief, erworben werden. Darüber hinaus sichert die finanzielle Vergütung die Unterhaltskosten, sie ermöglicht den Studierenden eine volle Konzentration auf die Studieninhalte und somit auch die kürzest mögliche Ausbildungsdauer.

 

Grundgedanke des MODELLS LIPPE ist, die notwendige Anwesenheit der Studierenden an der Hochschule auf vier Tage in der Woche zu konzentrieren. Am fünften Wochentag und in der vorlesungsfreien Zeit arbeiten die Studierenden im Unternehmen. Hier wird eine Facharbeiter- bzw. Gesellenausbildung oder unternehmensinterne Schulung angeboten.

 

Mehr Infos auf der Webseite der Hochschule Ostwestfalen-Lippe:
Hochschule Ostwestfalen-Lippe (externer Link)