Berufsausbildungsvertrag


Vor Beginn einer Berufsausbildung muss zwischen dem Ausbildenden und dem Auszubildenden ein Berufsausbildungsvertrag geschlossen werden. Ausbildender ist derjenige, der einen anderen zur Berufsausbildung einstellt. Auszubildender oder Lehrling ist derjenige, der ausgebildet wird. Ist er noch minderjährig, muss zum Vertragsschluss die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters eingeholt werden. Das sind in der Regel die Eltern. Der Berufsausbildungsvertrag muss schriftlich abgefasst werden.
Die Vertragsniederschrift muss folgende Mindestangaben enthalten:
 
  • Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll,
  • Beginn und Dauer der Berufsausbildung,
  • Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte,
  • Dauer der regelmäßigen täglichen Ausbildungszeit,
  • Dauer der Probezeit,
  • Zahlung und Höhe der Vergütung,
  • Dauer des Urlaubs,
  • Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann,
  • Allgemeine Hinweise auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverhältnis anzuwenden sind.
 
Jeder Berufsausbildungsvertrag muss in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse bei der zuständigen Kammer eingetragen werden.
 
Im Berufsausbildungsvertrag dürfen keine Vereinbarungen getroffen werden, die mit dem Sinn und Zweck einer Berufsausbildung in Widerspruch stehen oder zu Ungunsten des Auszubildenden von den Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes abweichen.

 
Sollte es Fragen oder Probleme geben, stehen Ihnen die Mitarbeiterinen und Mitarbeiter der Abteilung Berufsbildung gern zur Verfügung.