Rechte und Pflichten


Während der Berufsausbildung haben Ausbildender und Auszubildender Pflichten zu übernehmen.
 
Für den Ausbilder gilt:
  • Der Ausbildende muss dafür Sorge tragen, dass der Auszubildende das Ausbildungsziel erreichen kann, im Gegenzug muss der Auszubildende sich bemühen, die notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben.
  • Ausbilden darf nur, wer persönlich und fachlich dazu in der Lage ist.
  • Ausbildungsmittel wie z. B. Werkzeuge und Werkstoffe, muss der Ausbildende kostenlos zur Verfügung stellen.
  • Dem Auszubildenden dürfen nur Tätigkeiten übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen und seinen körperlichen Kräften angemessen sind.
  • Die Anwendung körperlicher Gewalt oder Züchtigung ist unzulässig.
  • An jeder Ausbildungsstätte gelten bestimmte Ordnungsvorschriften, die jedoch nicht die Persönlichkeitsrechte des Auszubildenden einschränken dürfen. Der Auszubildende soll über die bestehende Ordnung informiert werden.
 
Für den Lehrling gilt:
 
  • Der Auszubildende muss den Weisungen folgen, die ihm im Rahmen der Berufsausbildung von Ausbildenden, vom Ausbilder oder sonst Weisungsberechtigten erteilt werden. Der Ausbildende muss darauf achten, dass keine Weisungen erteilt werden, die auf die Ausübung einer ausbildungsfremden Tätigkeit gerichtet sind.
  • Ein Auszubildender ist nicht verpflichtet, Arbeiten durchzuführen, die mit seiner Ausbildung nicht in Zusammenhang stehen. Verboten sind Arbeiten wie z. B. Akkord- oder Fließbandarbeiten, die die Kräfte übersteigen. Zumutbar sind dagegen Verrichtungen, die mit der Sauberkeit des eigenen Arbeitsplatzes und der Pflege der Gegenstände zusammenhängen, mit denen der Auszubildende zu tun hat.
  • Berichtshefte muss der Auszubildende selbst ordnungsgemäß und regelmäßig führen, soweit sie in den einzelnen Ausbildungsordnungen vorgeschrieben sind, da sie auch als Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung gelten. Zur Führung der Berichtshefte muss der Ausbildende dem Auszubildenden Gelegenheit geben und ihm das notwendige Material zur Verfügung stellen.
  • Die Freistellung des Auszubildenden für den Berufsschulunterricht oder für Sonderveranstaltungen ist für ihn mit der Verpflichtung verbunden, daran teilzunehmen. Für die Zeit der Freistellung wird die Vergütung weitergezahlt.
  • Der Auszubildende ist verpflichtet, über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen zu wahren.
  • Vor Beginn der Ausbildung muss der jugendliche Auszubildende in den letzten 14 Monaten vorher ärztlich untersucht worden sein und dem Ausbildenden muss eine vom Arzt ausgestellte Bescheinigung vorgelegen haben. Vor Ablauf des ersten Beschäftigungsjahres muss eine Nachuntersuchung erfolgen.
 
 
Bei weiteren Fragen hilft Ihnen die Beratung für den Bereich Berufsausbildung gerne weiter:
 
Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld
- Abt. Berufsbildung -
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