Eintragung in die Handwerksrolle


Selbstständig in einem zulassungspflichtigen Handwerk
Wer sich in einem zulassungspflichtigen Handwerk der Anlage A (Vollhandwerke) (.pdf) der Handwerksordnung (HwO) selbstständig machen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit sein Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen wird:
 
Die Meisterprüfung
Darüber hinaus sind in der Handwerksordnung weitere Möglichkeiten der Handwerksrolleneintragung vorgesehen:
 
Andere Qualifikationen
Auch Angehörige anderer Berufsgruppen, wie z. B. Techniker, Ingenieure, aber auch Personen, die entsprechende Qualifikationen im Ausland erworben haben, können sich in einem Handwerk der Anlage A (pdf) selbstständig machen, wenn ihr Studien- oder Schulschwerpunkt dem auszuübenden Handwerk entspricht.
 
Ausübungsberechtigung
Erfahrene Gesellen, die eine sechsjährige Berufserfahrung in ihrem Handwerk, davon vier Jahre in leitender Stellung nachweisen, können sich ebenfalls mit dem eigenen Betrieb in einem zulassungspflichtigen Handwerk (.pdf) selbstständig machen. 
Von dieser Regelung ausgenommen sind Schornsteinfeger, Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker. Wer sich in diesen Berufen selbstständig machen möchte und keine Meisterprüfung abgelegt hat, kann dies nur im Rahmen einer Ausnahmebewilligung tun. 
Wer bereits in der Handwerksrolle eingetragen ist, kann eine Ausübungsberechtigung für ein anderes Gewerbe der Anlage A (.pdf) erhalten, wenn er die hierfür erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nachweisen kann.

 

Ausnahmebewilligungen
Darüber hinaus hat der Gesetzgeber über die Erteilung einer Ausnahmebewilligung die Möglichkeit der selbstständigen Ausübung eines Handwerksberufs der Anlage A (pdf) geschaffen.
Eine Ausnahmebewilligung erhalten z. B. Personen, die die für die selbstständige Ausübung notwenigen Kenntnisse und Fertigkeiten nachweisen können, für die das Ablegen der Meisterprüfung jedoch eine unzumutbare Belastung darstellen würde.
Auch Angehörige der EWG-Mitgliedstaaten können unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle erhalten.

 

Selbstständig mit angestelltem Meister
Ein Handwerksbetrieb in einem zulassungspflichtigen Handwerk (.pdf) kann auch dann gegründet oder übernommen werden, wenn die Inhaber des Betriebes selbst zwar keine Meisterprüfung abgelegt, aber einen Betriebsleiter mit Meisterbrief oder einer Ausnahmebewilligung eingestellt haben.

 

Selbstständig in einem zulassungsfreien Handwerk und handwerksähnlichen Gewerbe
In den Berufen der Anlage B1 (zulassungsfreie Handwerke) (.pdf) und Anlage B2 (handwerksähnliche Gewerbe) (.pdf) der HwO können sich Gesellinnen und Gesellen ohne Meisterbrief und andere Interessierte ohne besondere Zulassungsvoraussetzungen selbstständig machen.

 

Existenzgründung mit einfachen handwerklichen Tätigkeiten
Existenzgründer, die nur einfache handwerkliche Tätigkeiten anbieten, die nicht zum Kernbereich eines Handwerks gehören, können sich ebenfalls ohne besondere Zulassungsvoraussetzungen selbstständig machen. Allerdings dürfen nicht mehrere einfache Tätigkeiten ausgeübt werden, so dass sie wiederum - insgesamt gesehen - einen wesentlichen Teil eines Handwerks ausmachen.
 
Ihre Ansprechpartner für alle Fragen im Zusammenhang mit Eintragungen in die Handwerksrolle
 
Rechtsberatung der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld
Campus Handwerk1
33613 Bielefeld

Kreis Höxter-Warburg, Kreis Paderborn, Kreis Gütersloh:
Stephanie Bickel
Tel.: 0521 / 56 08 - 2 10
Fax: 0521 / 56 08 - 1 99
Mail: stephanie.bickel@hwk-owl.de
 
Stadt Bielefeld:
Martina Bünemann-Siemens
Tel.: 0521 / 56 08 - 2 13
Fax: 0521 / 56 08 - 1 99
Mail: martina.buenemann-siemens@hwk-owl.de
 
 
Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Lippe, Kreis Herford:
Lothar Heitkamp
Tel.: 0521 / 56 08 - 2 11
Fax: 0521 / 56 08 - 1 99
Mail: lothar.heitkamp@hwk-owl.de
 
Ausnahmebewilligungen, Ausübungsberechtigungen:
Elisabeth Brinkschröder
Tel.: 0521 / 56 08 - 2 12
Fax: 0521 / 56 08 - 1 99
Mail: elisabeth.brinkschroeder@hwk-owl.de
 

Beiträge zur Handwerkskammer

Der Gesetzgeber hat in § 113 Handwerksordnung (HwO) die Entscheidung getroffen, dass die Kosten der Handwerkskammer, die nicht durch Gebühren oder andere Einnahmen gedeckt werden, durch Beiträge der Mitglieder aufzubringen sind.
Diese Beiträge werden von den selbstständigen Handwerkern und den Inhabern handwerksähnlicher Betriebe nach einem von der Handwerkskammer mit Genehmigung der obersten Landesbehörde festgesetzten Beitragsmaßstab getragen. Die Vollversammlung der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld beschließt jedes Jahr im Rahmen der Haushaltsplanbeschlüsse auch über die Beitragsfestsetzung.

 

Der Beitrag zur Handwerkskammer (.pdf) setzt sich aus einem Grundbeitrag und einem Zusatzbeitrag zusammen. Der Zusatzbeitrag bemisst sich gem. § 113 HwO nach dem Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb. Einzelheiten ergeben sich aus dem Beitragsbescheid, der in der Regel im Februar eines Jahres versandt wird.

 

Fragen zum Beitrag beantworten Ihnen gerne:


Lennard Mersmann
Tel.: 0521 / 56 08 - 2 31
Fax: 0521 / 56 08 - 1 99
Mail: lennard.mersmann@hwk-owl.de

Frank Jacobsmeyer
Tel.: 0521 / 56 08 - 2 32
Fax: 0521 / 56 08 - 1 99
Mail: frank.jacobsmeyer@hwk-owl.de

 

Downloads

Betriebsleitererklärung (.pdf)

Kammerbeiträge und Eintragungsgebühren 2018 (.pdf)