15-02-2017

Botschafter tragen Begeisterung in die Schule

Schülerinnen und Schüler für eine duale Ausbildung zu begeistern, diese Aufgabe hat sich Tuba Hastaoğlu, Koordinatorin für Ausbildungsbotschafter in der Handwerkskammer OWL, gestellt.
(v.l.) Florentina Kempe, Lena Sophie Hottung, Sukri Jakuposki, Fareah Zia, Tuba Hastaoglu, Koordinatorin Ausbildungsbotschafter in der Handwerkskammer OWL, Lehrerin und Berufskoordinatorin Claudia Bartram, Botschafterin Laura Simon (Zweirad Brune) und Botschafterin Natalie Stebbing (Bäckerei Simon)

Dabei setzt sie auf junge Leute, die selbst eine Ausbildung im Handwerk absolvieren und davon überzeugt sind. Diese werden in der Handwerkskammer von Hastaoğlu zu Ausbildungsbotschaftern geschult und besuchen dann Schulklassen. Ihren ersten Auftritt hatten Natalie Stebbing und Laura Simon in der Gesamtschule Friedenstal in Herford vor 15 Absolventen des 10. Jahrgangs.

Laura Simon hat zunächst eine Ausbildung in der Altenpflege begonnen. Sie mochte die Arbeit mit den Senioren. Aber ihr eigentliches Talent, handwerklich zu arbeiten, kam immer mehr in den Vordergrund. Schließlich absolvierte sie zunächst ein Praktikum im Betrieb Zweirad Brune in Spenge. Ihren Chef konnte sie von ihren Fähigkeiten überzeugen, so dass er ihr eine Ausbildung zur Zweiradmechatronikerin-Fahrradtechnik anbot. „Ich muss einfach in die Werkstatt“, erzählt sie den Schülerinnen und Schülern, der Funke springt über. Der Zusatz Mechatronik sei dazugekommen, weil immer Leute E-Bikes fahren.

Natalie Stebbing hat fünf Semester auf Lehramt studiert, Englisch und Textilgestaltung. Ihr Grundstudium hat sie abgeschlossen, doch es war ihr zu theorielastig. Durch persönlichen Kontakt kam sie zur Bäckerei Simon in Löhne. Dort fand Natalie ihre Berufung. „Alles ist gut, wie es ist“, betont die junge Frau, die ihre Ausbildung mit Begeisterung absolviert. Nach der Lehre habe sie auch die Möglichkeit, als Berufsschullehrerin zu arbeiten. Das betrachtet die junge Frau aber zunächst nur als zusätzliche Option.

„Eine Ausbildung im Handwerk ist keine Einbahnstraße, alle Wege sind offen“, sagt Tuba Hastaoğlu an die jungen Leuten gerichtet. Auch Lehrerin Claudia Bartram rät ihren Schülerinnen und Schülern, zunächst eine Ausbildung zu machen: „Damit legt ihr das Fundament.“