11-04-2017

Höhenflug im OWL-Handwerk hält an

Der andauernde konjunkturelle Höhenflug des Handwerks in Ostwestfalen-Lippe erreicht in diesem Frühjahr neue Rekordmarken
Handwerk bleibt auf Wachstumskurs: Präsidentin Lena Strothmann MdB und Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, präsentieren Spitzenergebnisse für das OWL-Handwerk (Foto: Wolfgang Rudolf)

Der andauernde konjunkturelle Höhenflug des Handwerks in Ostwestfalen-Lippe erreicht in diesem Frühjahr neue Rekordmarken: Der Geschäftsklimaindex (GKI) steigt auf 94,4 Punkte und erzielt gemeinsam mit dem Investitionsklimaindex (87,4 Punkte) den höchsten Wert seit 1991. Mehr als 93 Prozent der regionalen Handwerksunternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut (51,7 Prozent) oder zufriedenstellend (41,7 Prozent); lediglich 6,6 Prozent sind unzufrieden. Die Zukunftserwartungen für das nächste Halbjahr erreichen ebenfalls einen neuen Spitzenwert: 39,8 Prozent der befragten Betriebe erwarten eine bessere und 55,6 Prozent eine gleichbleibende Geschäftslage. Pessimistisch sind hingegen nur noch 4,6 Prozent, gegenüber acht Prozent im Frühjahr 2016.

 

Das Beschäftigungsklima klettert mit 93,5 Punkten auf den höchsten Wert seit Beginn der regelmäßigen Konjunkturberichte im Jahr 1976 und unterstreicht so die herausragende Beschäftigungslage in den meisten handwerklichen Berufen.

Vor diesem Hintergrund ist für das OWL-Handwerk weiterhin eine stabile geschäftliche Entwicklung auf sehr hohem Niveau zu erwarten, sofern sich die vielfältigen geopolitischen Risiken nicht negativ auswirken. Viele regionale Handwerksunternehmen leiden nicht nur unter einem extremen Fachkräftemangel. „Auch die zunehmende bürokratische Belastung macht den Betrieben immer mehr zu schaffen“, erklärte Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer. Im öffentlichen Vergaberecht oder bei der sogenannten „Hygiene-Ampel“ für Bäcker und Fleischer wirke sie häufig als Wachstumsbremse.

 

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