02-05-2017

Ausbildungspakt gefordert

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans-Peter Wollseifer, forderte im Bielefelder Campus Handwerk einen bundesweiten Ausbildungspakt.
Vizepräsident Peter Eul, Kammerpräsidentin Lena Strothmann und Hans-Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

Im Neubau der Handwerkskammer OWL sprach er auf Einladung des Industrie- und Handelsclubs Ostwestfalen-Lippe e. V.  vor gut 100 Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung. Aufgrund der rasch voranschreitenden Digitalisierung müsse die Ausstattung der handwerklichen Bildungseinrichtungen und Berufsschulen modernisiert und an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Handwerkliche Weiterbildungen wie beispielsweise die Meisterlehrgänge sollten analog zum Besuch der Hochschulen kostenfrei werden. Wollseifer wies auf das Engagement des Handwerks für Geflüchtete hin. Knapp 4.600 Flüchtlinge hätten schon einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, viele weitere nähmen an Berufsvorbereitungen teil oder absolvierten Praktika. Das Handwerk verstehe sich nicht nur als Wirtschafts-, sondern auch als Gesellschaftsgruppe. „Die Arbeit ist nicht getan, wenn das Dach wieder dicht ist und alle frischen Brötchen verkauft sind“, erklärte der ZDH-Präsident. Handwerkerinnen und Handwerker seien nach Feierabend in zahlreichen Ehrenämtern tätig und mischten sich in die Politik ein.