13-04-2018

Digitalisierung der Produkte

Preisträger in der Kategorie „Digitalisierung der Produkte“ ist der Mitgliedsbetrieb Heinz Schwarz GmbH & Co. KG aus Preußisch Oldendorf.
(v.l.) Schwarz-Geschäftsführer Henrik Minnich, Bürgermeister Marko Steiner, Wolfgang Borgert (Handwerkskammer), Kreishandwerksmeister Karl Kühn, Präsidentin Lena Strothmann, Udo Griese (IKK), Wolfgang Schäkel (KH Wittekindsland), Dr. Jens Prager (Handwerkskammer), Schwarz-Geschäftsführer Diedrich Diedrichsen und Thomas Brinkmann (KH Wittekindsland)
Der Fachbetrieb für Feinwerkmechanik hat sich auf die Herstellung von Tiefziehwerkzeugen spezialisiert. Eingesetzt werden diese beispielsweise in Großpressen zur Produktion von Teilen für den Fahrzeugbau. Gerade bei der Herstellung von Automobilkarosserieblechen sind minimalste Toleranzen der Fertigteile entscheidend. Daher ist die Produktion entsprechend feiner Presswerkzeuge sehr aufwändig.

Zur Optimierung dieses Prozesses entwickelt die Firma Schwarz derzeit ein Pilotwerkzeug, in das digitale Sensorik integriert ist. Hierdurch sollen die Kräfte der Umformung gemessen und die mögliche Nacharbeit mit Hilfe einer lernenden Datenbank minimiert werden. Mit dieser lernenden Sensorik soll die im Werkzeugbau übliche Praxis von „Irrtum und Versuch mit handwerklichem Feingefühl“ überwunden werden. Der Prototyp für dieses „lernende Werkzeug“ soll noch in diesem Jahr einsatzbereit sein. Er geht zurück auf ein Transfer-Projekt des Technologie-Netzwerkes it´s owl.

 „Wir freuen uns, Vorreiter auf dem Gebiet des digitalen Werkzeugbaus zu sein“, erklärte Geschäftsführer Diedrich Diedrichsen. Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer, hob das Engagement der Geschäftsführung und der Mitarbeiter hervor: „Firmen wie die Heinz Schwarz GmbH & Co. KG machen Ostwestfalen-Lippe zu einem der Top-Wirtschaftsstandorte in Deutschland.“ „Der Fachbetrieb für Feinmechanik beweist eindrucksvoll, wie sich ein findiger Handwerksbetrieb mit hoher Umsetzungskompetenz die Digitalisierung zunutze macht“, ergänzte Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.  
Das Unternehmen beschäftigt rund 280 Mitarbeiter und bildet 35 junge Leute als Feinwerkmechaniker, Zerspanungsmechaniker und Kaufleute für Büromanagement. Der Zukunftspreis Handwerk Ostwestfalen wird jährlich vergeben. Insgesamt wurden in diesem Jahr 29 Betriebe nominiert.                                                                               

Den Preis für die Digitalisierung der Produktion hat das Unternehmen Schürmann + Weber in Harsewinkel-Marienfeld erhalten, die Fachwerkstatt Drücker GmbH aus Rietberg die Auszeichnung für ihr Digitales Geschäftsmodell und die Paul Arens GmbH aus Delbrück den Preis für die Digitalisierung im Bereich Kundenkommunikation/CRM (Customer Relationship Management).

Die offizielle Preisvergabe an alle vier Unternehmen erfolgt in der Skylobby des Theaters Gütersloh am 17. April. Die Preise wird NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart in einer Feierstunde überreichen.