30-11-2017

Handwerk rüstet sich für die Zukunft

„Wie wollen wir in 25 Jahren aufgestellt sein?“, diese Frage richtete Lena Strothmann, Präsidentin der Bielefelder Handwerkskammer, an die Mitglieder der Vollversammlung im Campus Handwerk.
Wollen gemeinsam das OWL-Handwerk fit für die Zukunft machen (v.l.): Kammer-Vizepräsident Peter Eul, Präsidentin Lena Strothmann, der Gütersloher Kreishandwerksmeister Burkhard Brockbals, der Höxteraner Kreishandwerksmeister Martin Knorrenschild, der Bielefelder Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer, der Kreishandwerksmeister aus Paderborn-Lippe, Mickel Biere, Vizepräsident Ralf Noltemeyer sowie Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager. Die beiden Vizepräsidenten kommen aus dem Wittekindsland.  

Gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften möchte die Handwerkskammer Lösungen für künftige Herausforderungen suchen. Neben der demografischen Entwicklung und dem Trend zur Akademisierung fordert auch die Digitalisierung neue abgestimmte Herangehensweisen.

Die Handwerkskammer OWL hat gemeinsam mit den fünf regionalen Kreishandwerkerschaften das Heinz-Piest-Institut in Hannover beauftragt, um den Bedarf an handwerklichen Berufsbildungsstätten in der Region zu ermitteln. Momentan gibt es in Ostwestfalen-Lippe 19 Berufsbildungsstätten. Im Sommer 2018 nach Auswertung der Erhebung werden die Handwerksorganisationen entsprechend der Faktenlage über die Gestaltung der Berufsbildungslandschaft in Ostwestfalen-Lippe entscheiden. „Ziel ist es, dass wir uns als Handwerksfamilie mit einer modernen Bildungslandschaft in der Innovations- und Digitalregion OWL zukunftsfähig präsentieren“, erklärte Lena Strothmann an die Mitglieder des Handwerksparlaments gerichtet.

Ein zweites Projekt, das die Handwerkskammer gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften anstrebt, befasst sich mit dem Thema eGovernment innerhalb der Handwerksorganisationen. Bekanntlich hat NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart Ostwestfalen-Lippe als digitale Modellregion ausgewählt, in der digitale Projekte im Bereich Verwaltung und Stadtentwicklung ausprobiert werden sollen. „In den wichtigen digitalen Zukunftsfragen wollen wir somit nicht nur Anschluss halten, sondern Vorreiter sein“, betonte die Handwerkspräsidentin während der Tagung des Handwerksparlaments.