Finanzielle Unterstützungsangebote für Ausbildungsbetriebe

(Stand: 25.06.2020)

 

Ausbildungsprämie Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern":

Im Koalitionsausschuss wurde am 03. Juni 2020 ein Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket vorgestellt, in dem auch der Lernerfolg der Auszubildenden in der Pandemie berücksichtigt wurde. Folgende Unterstützungspakete für Ausbildungsbetriebe ist am 24. Juni 2020 dazu von der Bundesregierung beschlossen worden:

  • KMU, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, sollen somit für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro erhalten, die nach dem Ende der Probezeit ausgezahlt wird. Ausbildungsbetriebe, die das Angebot sogar erhöhen, erhalten für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro.
  • KMU, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Corona-Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen, sollen auch eine Förderung erhalten.
  • KMU, die die Ausbildung im Betrieb nicht fortsetzen können, sollen die Möglichkeit einer vorübergehenden geförderten betrieblichen Verbund- oder Auftragsausbildung erhalten
  • Betriebe, die zusätzlich Auszubildende übernehmen, die wegen Insolvenz ihres Ausbildungsbetriebs ihre Ausbildung nicht fortsetzen können, sollen ebenfalls eine Übernahmeprämie erhalten

Die entsprechenden Förderrichtlinien zur Umsetzung werden nun in den zuständigen Institutionen erarbeitet.

Diese Förderrichtlinien werden auch die konkreten Voraussetzungen der Förderungen benennen sowie die Stellen, bei denen die Förderungen beantragt werden können.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

 

https://www.bmbf.de/de/das-sollten-kmu-jetzt-wissen-11839.html

 

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Konjunkturpaket/2020-06-03-eckpunktepapier.pdf

 

 

Überbrückungshilfe für KMU:

  • Durch die Überbrückungshilfe sollen Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) aus Branchen, die unmittelbar oder mittelbar durch die CORONA- bedingten Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis August 2020 eine weitere Liquiditätshilfe gewährt werden um hierdurch zur Existenzsicherung beizutragen
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft, Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und die Geschäftstätigkeit in Folge der CORONA-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten (Umsatzeinbruch in den Monaten April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019)
  • Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31. August 2020 und die Auszahlungsfristen am 30. November 2020
  • Gefördert werden u.a. Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke o.ä., Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen, Ausgaben für die notwendige Wartung, Instandhaltung o.ä., Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung o.ä., Grundsteuern, Lizenzgebühren, Versicherungen, Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, Personalaufwendungen im Förderzeitraum die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind und Kosten für Auszubildende
  • Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von
    • 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
    • 50 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent
    • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 Prozent und unter 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat

  • Die maximale Förderung beträgt 150.000 € für drei Monate (bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 € für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 € für drei Monate)

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/ueberbrueckungshilfe-1759738

 

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-ueberbrueckungshilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=6

 

 

Azubi-Rettungsschirm der Stadt Bielefeld

  • Um die Gefahr zu mindern, dass Auszubildende die Möglichkeit verlieren, in ihrem Ausbildungsbetrieb die Ausbildung fortzuführen oder zu beenden, hat der Rat der Stadt Bielefeld in seiner Sitzung am 22. Mai 2020 beschlossen, dass die Stadt Bielefeld die Hälfte der Ausbildungsvergütung von Auszubildenden übernimmt, die CORONA-bedingt ihren Ausbildungsbetrieb wechseln müssen

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

https://www.das-kommt-aus-bielefeld.de/azubi-rettungsschirm/