22-01-2019

Gemeinsam gegen Bürokratiebelastungen der Betriebe

Bezirksregierung und Handwerkskammer im Dialog.
Das Bild zeigt (v.l.) Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Jens Kronsbein, Bezirksregierung, und Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.

Die hohen Bürokratiebelastungen der ostwestfälisch-lippischen Handwerksbetriebe waren zentrales Thema beim Antrittsbesuch von Jens Kronsbein in der Handwerkskammer OWL in Bielefeld. Kronsbein ist neuer Leiter der Abteilung „Regionale Entwicklung, Kommunalaufsicht und Wirtschaft“ bei der Bezirksregierung Detmold. Die Vertreter der beiden Verwaltungen waren sich darin einig, dass die NRW-Landesregierung einige wichtige mittelstandsfreundliche Akzente und erste Meilensteine für einen Bürokratieabbau gesetzt hat.  


Dennoch seien die Bürokratiebelastungen kleiner und mittlerer Betriebe weiterhin deutlich zu hoch, insbesondere durch überzogene Dokumentationspflichten, betonten Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, und sein Stellvertreter Wolfgang Borgert. Die hierfür notwendige Arbeitszeit übersteige nach ihrer Einschätzung oft jedes vertretbare Maß. Jens Kronsbein zeigte sich offen für die Anliegen des Handwerks. Er bot an, sich in Handwerksbetrieben vor Ort ein persönliches Bild von der konkreten Belastungssituation zu machen und gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen.  


Weiteres Gesprächsthema war der unterschiedliche Verwaltungsvollzug innerhalb Ostwestfalen-Lippes beim Thema „Gewerbeanmeldungen“. Hier betonten die Kammervertreter die große Bedeutung eines einheitlichen Verwaltungshandelns und kurzer Gesprächsfäden zwischen Gewerbeämtern und Handwerkskammer bei der Gewerbeanmeldung von Handwerksbetrieben.  


Über die Internetadresse „gewerbe.nrw.de“ ist es bereits möglich, online ein Gewerbe anzumelden, wie Kronsbein erläuterte. „Die Abläufe sind vereinheitlicht. Antragssteller laufen nicht mehr Gefahr sich in Zuständigkeiten unterschiedlicher Behörden zu verfangen“, so Kronsbein.