23-05-2019

Handwerk gibt Impulse

Die Petershagener Unternehmen W. Brase GmbH & Co. KG und W. Brase Land- und Gartentechnik GmbH setzen auf eigene Ausbildung.
(v.l. unten): Dirk Breves, Vertreter des Petershagener Bürgermeisters, Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer OWL, Luca Raake, Auszubildender, Frauke Schwietert, Chefin der Agentur für Arbeit Herford, Josef Wegener, Derzernatsleiter der Bezirksregierung Detmold,
(v.l. oben): Karl Kühn, Kreishandwerksmeister, Thomas Brinkmann, KH-Geschäftsführer, Bernd Brase, Firmenchef, Anne-Sofie, Annette und Marie-Christin Brase, Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL

Unter dem Motto „Handwerk gibt Impulse“ hat die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld in die Petershagener Unternehmen W. Brase GmbH & Co. KG und W. Brase Land- und Gartentechnik GmbH eingeladen. Unter Leitung von Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer, und Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager, erfuhren die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, wie Handwerk im Zeitalter der Digitalisierung funktioniert.

 

Derzeit beschäftigten die beiden Unternehmen 130 Mitarbeiter, darunter 14 Auszubildende im Handwerk. „Viele Auszubildende finden in ihrem späteren Arbeitsleben den Weg in die Chefetagen“, erklärte Firmenchef Schlossermeister Bernd Brase, der sich in der Innung des Metallhandwerks Minden-Lübbecke als Lehrlingswart engagiert. Die Chancen, die eine betriebliche Ausbildung bietet, werden seiner Meinung nach völlig verkannt. Ein Studium im Anschluss an die Ausbildung oder fachbezogene Fort- und Weiterbildungen würden den Weg auf der Karriereleiter im Handwerk zusätzlich beschleunigen.

 

Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer, hob das vorbildliche Engagement der Betriebe für Metallverarbeitung und Landtechnik aus dem Wittekindsland hervor. Das Unternehmen verbinde Tradition, Moderne und eine digitale Herangehensweise. „Brase hat sich in der über 90-jährigen Unternehmensgeschichte stets Innovationen geöffnet und ein modernes Handwerk gelebt“, betonte die Präsidentin und lobte das Engagement für den Nachwuchs. „Das Handwerk bietet vielfältige Karrierechancen für junge Leute“, betonte die Kammerpräsidentin. Der Meistertitel sei dem Bachelorabschluss gleichgestellt und öffne den Weg in die Unternehmensgründung. In diesem Zusammenhang lobte sie den gelungenen Einstieg der beiden Töchter, Marie-Christin und Anne-Sofie Brase, in die Führungsetage.

 

Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, wies auf das Netzwerk „handwerk-digital.nrw“ hin, bei dem die Bielefelder Handwerkskammer die Federführung übernommen habe. „Aus den digitalen Veränderungen resultieren große Chancen für den Wirtschaftszweig Handwerk. Wir unterstützen die Betriebe dabei, diese Möglichkeiten zu nutzen“, fügte Prager an. 

 

Die W. Brase GmbH & Co. KG und die W. Brase Land- und Gartentechnik GmbH werden in der dritten Generation von Bernd Brase geführt. Gegründet im Jahr 1927 als „Dorfschmiede“ hat sich das Unternehmen Mitte des letzten Jahrhunderts mit Landtechnik ein zweites Standbein aufgebaut. Auch die Bauschlosserei mit ihren Serviceleistungen Tür- und Torsysteme, Industrie-Service und Brandschutz-Service entwickelte sich erfolgreich weiter. Inzwischen haben die beiden Töchter Führungsverantwortung im Unternehmen übernommen. Marie-Christin hat zuvor eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolviert, Anne-Sofie als Metallbauerin/Fachrichtung Konstruktionstechnik. Nach anschließendem Studium durchlaufen beide ein aufeinander abgestimmtes  Traineeprogramm, um in die unternehmerischen Prozesse und zukünftige Geschäftsführung hineinzuwachsen. 

 

Im Unternehmensbereich Metallverarbeitung setzt Bernd Brase auf Handwerksleistung höchster Qualität. Von Treppen, Balkonen oder Geländern bis zu vollständigen Stahlbauprojekten - der zertifizierte Schweißfachbetrieb bietet gut qualifizierter Fachkräfte und langjährige Erfahrung. Aber auch im Bereich Türen und Tore, Sondermaschinenbau und vorbeugenden Brandschutz ist die W. Brase GmbH & Co. KG aktiv. In der Landtechnik bietet das Unternehmen neben Reparatur, Wartung, Inspektion und Inbetriebnahme von Landmaschinen auch den Verkauf von Kleingeräten an. Das umfangreiche Angebot ist nur mit kontinuierlich geschulten handwerklichen Servicetechnikern und entsprechenden Spezialwerkzeugen möglich.