18-03-2019

Handwerkskammer unterstützt Teilzeitausbildung

Alternative Ausbildungsmodelle sind eine gute Strategie von attraktiven Arbeitgebern.
Arbeitsmarktakteure aus der Region im Dialog zum Thema "Teilzeitberufsausbildung im Handwerk" in der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld

Sinkende Schulabgängerzahlen und eine erhöhte Neigung zum Studium führen dazu, dass es besonders für kleine Betriebe immer schwieriger wird, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Alternative Ausbildungsmodelle können nach Auffassung von Melanie Taube von Regionalagentur OWL eine gute Strategie sein, sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Die Möglichkeit der Teilzeitausbildung sei noch nicht ausreichend bekannt. Daher hatte die Regionalagentur OWL Arbeitsmarktakteure am zum Dialog in die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld eingeladen.

 

Kammern, Kreishandwerkerschaften, Arbeitsverwaltung und Träger des Landesprogramms "Teilzeitausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven eröffnen (TEP)" diskutierten im Campus Handwerk darüber, wie die Teilzeitausbildung im Handwerk noch besser umgesetzt werden kann.

 

Einen Weg bietet das neu gestartete Jobstarter plus Projekt "Smart ausbilden in OWL" an. Es hat zum Ziel, kleine Unternehmen im Bereich Smart Building beim Thema Teilzeitausbildung zu unterstützen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat das Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung initiiert. Es wird von der Handwerkskammer OWL und den Kreishandwerkerschaften Bielefeld und Paderborn-Lippe umgesetzt.

 

"Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, für den Handwerksberuf motivierte Frauen und Männer aus strukturellen Gründen keine Perspektive anzubieten. Die Ausbildungschance im Handwerk könnte kaum besser sein", erklärte Birgit Stehl, Geschäftsführerin der Handwerkskammer OWL und Leiterin der Abteilung Berufsbildung und Recht.

 

Barbara Walden von der Handwerkskammer leitet das Projekt: "Mit dieser Kooperation möchten wir handwerkliche Klein- und Kleinstbetriebe dabei unterstützen, durch Ausbildung - auch in Teilzeit - dringend benötigte Fachkräfte zu gewinnen."

 

Junge Mütter und Väter, die aufgrund familiärer Verpflichtungen keine Ausbildung in Vollzeit absolvieren können, erhalten eine berufliche Perspektive und Unternehmen gewinnen wertvolle Nachwuchskräfte.

 

Ansprechpartnerin in der Handwerkskammer ist

Barbara Walden, Tel.: 0521/5608-318