21-06-2018

Schornsteinfeger unterstützen krebskranke Kinder

Auf ihrer 13. „Glückstour“ machten die Schornsteinfeger Stopp am Campus Handwerk in Bielefeld.
(v.l.) Schornsteinfegermeister Lothar Schmidt, Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager, Schornsteinfegermeister Ralf Heibrok, Präsidentin Lena Strothmann und Bürgermeister Andreas Rüther.

Die Präsidentin der Handwerkskammer, Lena Strothmann, Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager sowie der Bielefelder Bürgermeister Andreas Rüther begrüßten die 30 Radler, deren Ziel der Verbandstag am 26. Juni in Hamburg ist. 26 schwarz gekleidete Glücksbringer aus Bielefeld und Umgebung waren ebenfalls angereist, um ihre Kollegen am Campus in Empfang zu nehmen. Dort befinden sich auch die Lehrräume der Schornsteinfeger-Innung OWL.  

 

Seit 2006 fährt eine Gruppe von Schornsteinfegern per Velo zu ihrem jährlichen Verbandstag, um unterwegs Geld für krebskranke und schwerkranke Kinder zu sammeln. An sieben Tagen werden die Schornsteinfeger in diesem Jahr über 1.000 Kilometer mit dem Fahrrad unterwegs sein. Die Handwerkskammer OWL überreichte einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Die Spenden in Höhe von 3.000 Euro, die die Glücksbringer in diesem Jahr in Bielefeld verteilten gingen an das Bielefelder Projekt Fruchtalarm, den Elterntreff leukämie- und tumorerkrankter Kinder e. V. in Dortmund und das Kinder- und Jugendhospiz Baltasar in Olpe.   

 

Das Geld wird jeweils ohne Abzug an den einzelnen Etappenzielen übergeben.

 

Mit einer Wette zwischen den Organisatoren der Glückstour den Schornsteinfegermeistern, Ralf Heibrok (Schloss Holte-Stukenbrock), Werner Klein (Lemgo) und Klaus Bewer (Delbrück), hatte die Hilfsaktion begonnen. Sie wollten damals den mittlerweile verstorbenen Kollegen Jürgen Stricker und seinen Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“ mit zirka 1.000 Euro unterstützen. Aus der Wette und dem gemeinsamen Hobby, dem Radrennsport, entstand eine der größten privaten Charity-Veranstaltungen bundesweit. Über zwei Millionen Euro Spendengelder haben die radelnden Schornsteinfeger in all den Jahren für krebskranke Kinder eingesammelt. Das Geld kommt durch Einzelspenden, organisierte Spendenaktionen oder Mitgliedschaften im Verein „Glückstour e. V.“ zusammen. Die Schornsteinfeger, die an der Tour teilnehmen, zahlen jeweils 500 Euro Startgeld als Spende und übernehmen auch selbst die Kosten für Übernachtung und Verpflegung.

 

Mit den Spendengeldern wurde nicht nur das Leid vieler betroffener Kinder und deren Angehöriger ein wenig gelindert, sondern auch Projekte gefördert, mit dem Ziel die Gesundheit zu verbessern, Heilungschancen zu erhöhen und Leben zu bewahren. Auch Forschungsprojekte werden unterstützt. 

 

Zusätzlich können Patenschaften in Höhe von 50 Euro für 66 spezielle Kinderräder übernommen werden, die über das Projekt Fruchtalarm verteilt werden.