04-06-2019

Vorstand einigt sich

Personalvorschlag  für die Wahl zum Präsidium.
Ralf Noltemeyer (v.l.), Peter Eul und Heiner Dresrüsse

Im Rahmen seiner letzten Sitzung zog der amtierende Vorstand der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld ein positives Resümee seiner fünfjährigen Amtszeit, die Ende des Monats endet. Die Fertigstellung des Kammerneubaus im Jahr 2015 im geplanten Zeit- und Budgetrahmen und den Umzug der Mitarbeiter in den Campus bewerteten die zwölf Mitglieder als Meilenstein für das ostwestfälisch-lippische Handwerk. „Das Handwerk in der Region hat einen neuen Stellenwert bekommen“, erklärte Lena Strothmann, amtierende Präsidentin der Handwerkskammer seit Sommer 1998. Das moderne Gebäude wecke das Interesse der jungen Leute am Wirtschaftszweig Handwerk, die Ausbildungszahlen stiegen wieder, im letzten Jahr um ein Prozent, 2017 sogar um 8,6 Prozent.

 

Dem Vorstand obliegt die Verwaltung der Handwerkskammer, er legt Richtlinien fest, bereitet die Sitzungen der Vollversammlung vor und führt ihre Beschlüsse aus. Für die neue Vollversammlung, die sich am 26. Juni konstituiert, hat der Vorstand einstimmig einen Vorschlag für die Zusammensetzung des dreiköpfigen Präsidiums erarbeitet. Wie bereits seit langem bekannt, steht Präsidentin Lena Strothmann für eine erneute Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. 

 

Als Präsidenten schlägt der Vorstand Peter Eul (55) aus Herford vor. Der Friseurmeister gehört der Vollversammlung der Handwerkskammer als Arbeitgebervertreter seit 2009 an. In den Vorstand der Kammer wurde er 2014  gewählt und zum Vizepräsidenten im Jahr 2016. Auch in der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland hat sich Eul engagiert: Der Friseur-Innung Herford stand er von 2005 bis 2014 als stellvertretender Obermeister vor, von 2014 bis 2016 führte er die Kreishandwerkerschaft als stellvertretender Kreishandwerksmeister. Zudem arbeitete Eul in verschiedenen Prüfungsausschüssen mit und hat sich die Förderung des Nachwuchses wie auch die Stärkung des Miteinanders im regionalen Handwerk fest in sein Programm geschrieben.

 

Das Amt des Vizepräsidenten der Arbeitgeberseite sollte auf Vorschlag des Vorstandes Schlossermeister Heiner Dresrüsse (56) aus Bielefeld übernehmen. Der Bielefelder Unternehmer steht der Innung des Metallhandwerks seit 2004 vor. Seit 2014 hat er in seiner Kreishandwerkerschaft das Amt des stellvertretenden Kreishandwerksmeisters inne.

 

Der Vollversammlung der Handwerkskammer und dem Kammer-Vorstand gehört er seit 2016 an. Darüber hinaus arbeitet Dresrüsse seit 15 Jahren im Meisterprüfungsausschuss für das Metallbauer-Handwerk der Handwerkskammer mit.

 

Im Amt des Vizepräsidenten der Arbeitnehmerseite würde der Vorstand gerne weiterhin Schlosser Ralf Noltemeyer (51) aus Hüllhorst sehen. Noltemeyer führt das Amt des Vizepräsidenten für die Arbeitnehmerseite seit 2004 aus. Der Schlosser setzt sich stark in der Nachwuchsförderung ein - auch für junge Leute, die es schwierig haben. Unter anderem engagierte er lange Jahre sich in der Jugendhilfe Schweicheln. Überregional hat sich Noltemeyer einen Namen als Trainerausbilder von jugendlichen Strafgefangenen erworben.

 

Die Entscheidung über diesen Personalvorschlag wie auch im Hinblick auf die Besetzung des Vorstandes und der übrigen Kammergremien trifft allein die Vollversammlung.