23-01-2019

Handwerkskammer OWL begrüßt Einführung des Azubi-Tickets

Ein erster Schritt in Richtung Gleichwertigkeit.
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„Das OWL-Handwerk begrüßt die Einigung des Ministeriums für Verkehr und der Verkehrsverbünde über die Einführung eines landesweiten Azubi-Tickets“, erklärte Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld. Das NRW-weite Azubi-Ticket wird zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres, am 1. August, auch in OWL erhältlich sein. Für ganz Westfalen-Lippe wird das Ticket nach Angaben des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) 62 Euro kosten, mit einem Zuschlag von 20 Euro können sich Lehrlinge verbundübergreifend in ganz NRW bewegen. Das Ticket gilt auch für Meisterschülerinnen und -schüler.

 

Mit der Einführung des ermäßigten Tickets für Auszubildende wird nach Einschätzung der Handwerkskammer ein wichtiges Signal in Richtung Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gesetzt. „Die aktuelle Lösung ist ein guter Einstieg in attraktive Mobilitätsangebote für Auszubildende und ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung der beruflichen Bildung“, betonte Prager.

 

„Bis zu einer Gleichbehandlung von Auszubildenden und Studierenden ist es aber noch ein weiter Weg“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. „Wir werden uns daher weiterhin dafür stark machen, dass das Azubi-Ticket und das Semester-Ticket für Studierende ein vergleichbares Preisniveau haben. Was in Hessen gelungen ist, sollte doch auch in NRW möglich sein“, so Prager.

 

Zum Vergleich: Das Semester-Ticket für Studenten an der Universität Bielefeld kostet derzeit rund 200 Euro im halben Jahr. Das Schülerticket Hessen für Schülerinnen, Schüler und Azubis kostet 365 Euro pro Jahr.

 

Regionale Azubi-Tickets gab es bisher schon in NRW. Westfalen – und damit auch Ostwestfalen-Lippe – allerdings war bisher ein Azubi-Ticket-freier Raum, und diese „Lücke“ verhinderte lange die Einführung des Landes-Tickets für Lehrlinge. Die Einigung auf die Rahmenbedingungen steht nach Angaben des Verkehrsministeriums noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gremien der Verkehrsverbünde.