10-10-2019

Hier sind Profis zuhause

Der erste Handwerkertag in der Bielefelder Altstadt.
(v.l.) Christian, Tom und Max bereiten gemeinsam mit Konditorgesellin Diana Scholl eine Sachertorte bei Café Knigge zu

Gemeinsam haben die Stiftung Zukunftspreis Handwerk Ostwestfalen-Lippe und experiMINT zum Handwerkertag 2019 in die Bielefelder Altstadt eingeladen. Unter dem Motto „Die Bielefelder Altstadt - hier sind Profis zuhause“ konnten 36 Schülerinnen und Schüler insgesamt zwölf Handwerksberufe ausprobieren. In vier Gruppen lernten sie jeweils drei Berufe kennen.

 

„Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan“, betonte Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL, bei der Abschlussveranstaltung auf dem Alten Markt in Bielefeld. In dem Begriff Macht stecke auch das Wort machen, so Eul. „Als Macherinnen und Macher haben Handwerker die Möglichkeit, kreative Ideen in die Tat umzusetzen“, fügte er an. „Das Handwerk braucht euch und euren Einsatz“, erklärte Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. „Die Bielefelder Altstadt ist ohne ein funktionierendes Handwerk nicht denkbar“, ergänzte Prager vor den Schülerinnen und Schülern, der Lehrerschaft und den Eltern.

 

Imke Rademacher, Geschäftsführerin von experiMINT, freute sich, dass die jungen Leute in ihren Kurzpraktika erkannt haben, dass auch für praktisches handwerkliches Arbeiten theoretisches Wissen und Ideen wichtig sind. Die jungen Leute schnupperten Handwerksluft bei den Betrieben: Optik Renken, Elektro-Licht Janzen & Stallmann, Juwelier Böckelmann, Feine Räder Bielefeld, Conrad Schormann Bestattungen, Bajac Hairlounge, Puddingtown Maßschneider, Gerland Hörgeräte, Sander Malermeister, Café Knigge, Studio Hirschmeier und die Zimmerei Sonnenburg.

 

Derzeit absolvieren etwa 90 Jugendliche eine handwerkliche Ausbildung in über 20 verschiedenen Berufen im Bielefelder Stadtkern. Im Handwerk gibt es 130 Ausbildungsberufe, in ganz Bielefeld wird derzeit in rund 75 Berufen ausgebildet. 549 junge Leute haben in diesem Jahr eine Lehre im Bielefelder Handwerk begonnen, das ist ein Plus von 3,39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Handwerk bietet Karrierechancen für Interessenten mit ganz unterschiedlichen Einstiegsvoraussetzungen. Ob Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife, Abitur oder ein begonnenes Studium, eine handwerkliche Ausbildung legt das Fundament für einen ganz individuellen Karriereweg.

 

 

 


Präsident Peter Eul (l.) und Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager (r.) sowie IKK-Geschäftsführer Dirk Langert mit den Vertretern der Altstadt-Unternehmen, die sich am Handwerkertag beteiligt haben