29-08-2019

Mit dem Ehrenamt im Dialog

Die Handwerkskammer OWL hat  zum „Treffpunkt Handwerk“ eingeladen.
(v.l.) Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, Mickel Biere, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, Frank Wulfmeyer, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Bielefeld, Alfred Gemmeke, stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, Reinhard Aschentrup, Vorstand der Kreishandwerkerschaft Gütersloh, Karl Kühn, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland, und Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL. © Foto: Sarah Jonek

Die Handwerkskammer OWL hat gemeinsam mit den fünf regionalen Kreishandwerkerschaften die ehrenamtlich Tätigen in den Campus Handwerk in Bielefeld zum „Treffpunkt Handwerk“ eingeladen. Gut 300 Frauen und Männer sind der Einladung gefolgt. Insgesamt engagieren sich im ostwestfälisch-lippischen Handwerk rund 1.200 Personen ehrenamtlich. „Die handwerkliche Selbstverwaltung ist ohne Ehrenamt nicht möglich“, betonte Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL. Er lobte die Einsatzbereitschaft und die Sozialkompetenz der freiwillig Tätigen. „Wir wollen einfach mal Danke sagen“, betonte Eul. Im handwerklichen Ehrenamt arbeiten sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmervertreter mit.

 

Die Handwerksorganisationen verstehen sich als Vertretung des Gesamthandwerks. Die ehrenamtlich Tätigen setzen sich beispielsweise in der Vollversammlung, also dem ostwestfälisch-lippischen Handwerksparlament, oder in den unterschiedlichen Gremien ein. „Wir werden bunter und jünger“, freute sich der Handwerkspräsident. Der Frauenanteil des neuen Handwerksparlaments hat sich nach der Wahl in diesem Sommer auf 20 Prozent erhöht und damit fast verdoppelt. Das Durchschnittsalter der Vollversammlungsmitglieder, die alle ehrenamtlich mitarbeiten, liegt bei 49 Jahren. 

 

Das duale Bildungssystem funktioniert nur, weil ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer ihr berufliches Fachwissen einbringen. In den Kreishandwerkerschaften und den angeschlossenen Innungen machen sich ehrenamtlich Tätige beispielsweise als Obermeister, Lehrlingswart oder Vorstandsmitglied für ihren Berufsstand vor Ort stark. Auch in den Innungsvorständen sind mehr und mehr Frauen aktiv. Im Foyer des Campus Handwerk präsentierten sich die Kreishandwerkerschaften, aber auch das Kolpingwerk und der Deutsche Gewerkschaftsbund an ihren Ständen, um sich denjenigen vorzustellen, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit erweitern möchten und oder einfach aus Interesse gekommen sind.          

 

Fotos zu dieser Veranstaltung gibt es auf unserem Flickr Kanal.