17-04-2019

Nachwuchsoffensive des OWL-Handwerks gestartet

Das Handwerk in der Region sucht Nachwuchskräfte.
(v.l.): Klaus-Werner Schäfer, Geschäftsführer des Handwerksbildungszentrums Brackwede, Manuel Dierks, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland, Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL, Jürgen Sautmann, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bielefeld, Alexander Kostka, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gütersloh, Michael Lutter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, Carl-Christian Goll, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe, Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin der Handwerkskammer OWL, und Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer OWL

Obwohl die Ausbildungszahlen wieder steigen, sind laut einer aktuellen Umfrage der Handwerkskammer derzeit rund 800 Ausbildungsstellen frei. Um den Bedarf an Fachkräften zu decken, haben die Handwerkskammer OWL und die fünf Kreishandwerkerschaften nun gemeinsam den Startschuss für eine regionale Nachwuchsinitiative gegeben. Dabei sprachen sich die Vertreter der Kreishandwerkerschaften Bielefeld, Gütersloh, Wittekindsland, Höxter-Warburg und Paderborn-Lippe sowie die Handwerkskammer dafür aus, jährlich 570.000 Euro in die Nachwuchsförderung zu investieren. Die ostwestfälisch-lippische Handwerksfamilie setzt dabei vor allem auf Aufklärungsarbeit.

 

„Das Handwerk ist modern, digital und kreativ, wir müssen mit Vorurteilen aufräumen“, erklärten die Vertreter der Handwerksorganisationen. Viele veraltete Vorstellungen über den Wirtschaftszweig Handwerk entsprächen nicht mehr der Realität. Das Geld soll unter anderem in die Berufsinformation und -orientierung fließen. Auf Berufsmessen, eigenen Berufsinformationstagen und Elternveranstaltungen soll das moderne Handwerk vorgestellt werden. Auf Jobbörsen und sogenannten Matching-Veranstaltungen wie Speeddatings möchten die Handwerksorganisationen Handwerksbetriebe und Ausbildungsinteressenten zusammenbringen. Des Weiteren soll die Imagekampagne des Deutschen Handwerks regional unterfüttert werden.