16-04-2019

OWL-Handwerk sagt JA zu Europa

Keine Beeinträchtigungen durch Brexit-Verhandlungen.
(v.l.) Präsidentin Lena Strothmann und Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Das OWL-Handwerk blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft. „Bisher verspürt unser Wirtschaftszweig keine nennenswerten Beeinträchtigungen durch die stockenden Brexit-Verhandlungen“, erklärte Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer OWL. Auch die gedämpften Konjunkturmeldungen aus anderen Wirtschaftsbereichen treffen auf das Handwerk nicht zu. Dennoch zeige die Umfrage einen zurückhaltenderen Blick in die Zukunft im Vergleich zum Vorjahr.


Grund dafür sind nach Einschätzung der Präsidentin neben dem unsicheren Ausgang der Brexit-Verhandlungen auch die vielen ungelösten Handelskonflikte weltweit.


„Kleine und mittelständische Betriebe machen den Großteil aller Unternehmen in Europa aus und stellen zwei Drittel aller Arbeitsplätze innerhalb der europäischen Union“, betonte die Handwerkspräsidentin. Somit übernehme der mittelständische geprägte Wirtschaftszweig Handwerk eine wichtige strukturpolitische Aufgabe in Europa. „Das Handwerk in OWL sagt JA zu Europa“, erklärte Strothmann.


Das demokratische und freiheitliche Europa stehe für offene Grenzen, eine stabile Währung und Dienstleistungsfreiheit. Davon profitieren die Wirtschaft und auch das Handwerk. „Das Handwerk als Wirtschaftsmacht von nebenan braucht ein funktionierendes Europa“, erklärte Strothmann. Das Handwerk benötige eine Politik, die sich für freien Handel einsetze und die für wettbewerbsstärkende und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen sorge.


Lena Strothmann appellierte an alle Handwerkerinnen und Handwerker und alle Bürgerinnen und Bürger, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen, um das freiheitliche und demokratische Europa zu stärken.