29-11-2018

Resolution: Handwerk für ein weltoffenes Deutschland

Das OWL-Handwerksparlament schließt sich der Resolution des ZDH an.

Die Vollversammlung der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld hat auf der Herbsttagung im Campus Handwerk in Bielefeld die Resolution „Handwerk für ein weltoffenes Deutschland“ beschlossen. Der Wirtschaftszweig Handwerk stehe allen offen, die sich zu den Werten der Wirtschafts- und Gesellschaftsgruppe Handwerk bekennen, heißt es in der Resolution. Das OWL-Handwerksparlament schließt sich der Resolution des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks an, die auf Initiative von Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer OWL, verabschiedet wurde. 

 

Die Mitglieder der ostwestfälisch-lippischen Vollversammlung sprechen sich gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus aus und stehen für ein demokratisches und weltoffenes Deutschland. Die Tendenz zur Radikalisierung sehen sie mit Sorge. „Wir dürfen nicht zulassen, dass hierzulande Fremdenhass geschürt wird“, betonte Lena Strothmann.

 

„Hautfarbe oder ethnischer Hintergrund spielen keine Rolle beim Ausüben handwerklicher Dienstleistungen. Entscheidend sind Kompetenz und fachliches Können“, erklärte Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Gut 13 Prozent der Auszubildenden im ostwestfälisch-lippischen Handwerk haben einen ausländischen Pass. Ungleich höher ist die Zahl derer mit Migrationshintergrund. Deren Eltern oder sogar Großeltern sind nach Deutschland gekommen, häufig weil sie auf dem Arbeitsmarkt gebraucht wurden. Alle 10.200 Auszubildenden im Handwerk stehen für eine neue Generation von Fachkräften, die im Handwerk so dringend benötigt werden. Rund elf Prozent der 21.200 Handwerksbetriebe in OWL werden von Inhabern mit ausländischem Pass geführt.

 

In der Zahl enthalten sind noch nicht die Betriebe, die von Frauen und Männern mit Migrationshintergrund und deutschen Pass geleitet werden. „Sie schaffen, genau wie alle anderen Unternehmerinnen und Unternehmer, Arbeitsplätze, leisten handwerkliche Facharbeiten und tragen zum Allgemeinwohl bei“, so Prager.