29-11-2018

Vereintes Europa ist unverzichtbar für wirtschaftlichen Erfolg

Positiver Konjunkturverlauf im OWL-Handwerk.
Das Bild zeigt (v.l.): Frank Wulfmeyer, Lena Strothmann, Mickel Biere, Heiner Dresrüsse, Martin Knorrenschild und Dr. Jens Prager.
„Wir brauchen ein funktionierendes Europa, ein transatlantisches Handelsabkommen und eine Politik, die sich ernsthaft für den freien Handel einsetzt“, erklärte Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, am Mittwoch im Campus Handwerk. Die Handwerksbetriebe sowie andere kleine und mittlere Unternehmen seien nicht nur das Rückgrat der deutschen, sondern der gesamten europäischen Volkswirtschaften, betonte sie an die Mitglieder der Vollversammlung und die Gäste des Jahresempfangs gerichtet.

 

Kleine und mittlere Betriebe stellen zwei Drittel aller Arbeitsplätze. Vor allem in Deutschland ermöglichen gerade Handwerksbetriebe jungen Menschen eine qualifizierte Ausbildung, auch in dünn besiedelten, ländlichen Räumen, die von Großanbietern eher vernachlässigt würden, so die Präsidentin. Mit der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen übernehme das Handwerk eine wichtige strukturpolitische Aufgabe in einem Europa, das immer mehr auseinanderdrifte, erklärte Strothmann.

 

Die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft und des Handwerks seien kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis harter Arbeit sowohl der Handwerksunternehmen selbst als auch der  Handwerksorganisationen. Bereits zum vierten Mal in Folge beurteilten die ostwestfälisch-lippischen Handwerksbetriebe in der Herbstkonjunktur-Umfrage ihre aktuelle Geschäftslage, die Umsatzentwicklung, das Auftragspolster und das Investitionsklima besser als jemals zuvor, stellte die Präsidentin heraus. Der Konjunkturverlauf habe sich inzwischen zu einem Konjunkturmarathon entwickelt. „Der Zentralverband des deutschen Handwerks prognostiziert für das Gesamthandwerk ein Umsatzplus von fünf Prozent“, betonte Strothmann, „in Ostwestfalen-Lippe rechnen wir ebenfalls mit einem Plus von fünf beim Umsatz.“

 

Auch die Ausbildungszahlen im ostwestfälisch-lippischen Handwerk entwickeln sich nach Angaben der Präsidentin positiv: 3.802 neue Ausbildungsverträge seien abgeschlossen worden. „Ein erfreuliches Plus von knapp einem Prozent“, erklärte Präsidentin Strothmann.