20-07-2020

Wahl zu Miss und Mister Handwerk

Bis zum 4. August abstimmen für Kandidat*innen aus OWL.  

Augenoptikermeisterin Stefanie Dowe (oben l.), Schornsteinfegerin Kira Stork (oben r.), Dachdeckermeister Sascha Kloss (unten l.) und Anlagenmechanikerin Carolin Finger möchten noch mehr junge Leute für das Handwerk begeistern    Fotos: © Lena Selter (Bild Dowe), Meik Schulz (Bild Stork) und Privat (Bilder Kloss und Finger)

 


Drei Handwerkerinnen und ein Handwerker aus Ostwestfalen-Lippe bewerben sich um den Titel Miss und Mister Handwerk. Der Wettbewerb „Germany´s Power People 2021“ wird von der Verlagsanstalt Handwerk, der IKK classic und der Signal Iduna veranstaltet. Jeweils zwölf der Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland werden zu einem Foto-Shooting eingeladen und in einem Handwerkskalender abgebildet. Bis zum 4. August kann unter www.germanyspowerpeople.de/kandidaten für die Kandidatinnen und den Kandidaten aus OWL abgestimmt werden.

 

Stefanie Dowe liebt das Abenteuer

„Handwerk ist Abenteuer“ erklärt Augenoptikermeisterin Stefanie Dowe (29), die vor zwei Jahren die beiden Fachbetriebe „Stärker Sehen“ in Bad Salzuflen und Kalletal übernommen hat. „Mit meiner Teilnahme beim Wettbewerb Germany´s Power People möchte ich für mein Handwerk werben“, betont die junge Frau. „Gute Leute sind im Optikerhandwerk jederzeit willkommen“, ergänzt die engagierte Unternehmerin, die zwei weitere Meisterinnen, einen Meister, eine Gesellin und eine Bürokauffrau beschäftigt. Im August beginnt die erste Auszubildende ihre Lehre, darauf freut sich Stefanie Dowe besonders. Für eine Selbstständigkeit braucht es neben Mut auch viel Fachwissen und eine gute Beratung. Die hatte sie bei der Betriebsberaterin der Handwerkskammer, Birgit Heldermann, erhalten. Von Beginn an bietet Dowe Optometrie speziell für Kinder, momentan lässt sie sich und ihr Team zu Gesundheitsberatern schulen. In der zertifizierten Weiterbildung wird den Fachkräften aktuelles Wissen über Augen- und Sehtrainings, Regenerationsmethoden für die Augen nach einem anstrengenden Arbeitstag am Bildschirm oder Ernährung vermittelt. Das Wissen gibt das Team von „Stärker Sehen“ dann gerne an die Kundinnen und Kunden weiter.      

 

Kira Stork will hoch hinaus

Schon mit 14 Jahren war Kira Stork (23) klar, dass sie auf dem Dach arbeiten möchte. Nach dem Abitur begann sie ihre Ausbildung zur Schornsteinfegerin in Löhne, die sie nach zweieinhalb Jahren erfolgreich beendete. Ein Praktikum zuvor hatte ihr – und auch ihren Eltern - gezeigt, dass die handwerkliche Ausbildung genau der richtige Weg ist. Als Gesellin beim Bielefelder Bezirksschornsteinfegermeister Christian Schlingmann gefällt ihr neben der technischen Arbeit an den Feuerstätten auch der Umgang mit den Kunden. Mit ihrer Bewerbung um den Titel Miss Handwerk möchte sie jungen Leuten zeigen, wie erfüllend ein Handwerksberuf ist. Auch privat spricht sie über ihren Berufsweg: Beim CVJM in Sundern betreut sie Jugendgruppen im Alter von sechs bis 18 Jahren. Die Schornsteinfegergesellin ist auch sportlich unterwegs: In der Trendsportart Indiaca hat es ihr Team im letzten Jahr bis zur Westbundmeisterschaft in Köln geschafft. Die Mannschaftssportart ähnelt dem Sport Volleyball, wird aber mit einer Art Federball gespielt. Darüber hinaus ist Kira Stork leidenschaftliche Oldtimer-Fahrerin und stolze Besitzerin eines 30 Jahre alten Toyota MR 2.

 

Sascha Kloss braucht das Gefühl der Freiheit

Sascha Kloss (47) brennt für sein Handwerk. Der Dachdeckermeister möchte das Feuer an die junge Generation weitergeben. Draußen sein, Klettern, im Team arbeiten und abends sehen, was man geschafft hat. „Mein Handwerk bedeutet für mich Freiheit“, so Kloss, der seine Ausbildung bei der Philipp GmbH & Co. KG in Bielefeld absolviert hat. Vier Jahre arbeitete er anschließend als Geselle für den Fachbetrieb, der sowohl Sanitär- und Heizungstechnik, Elektrotechnik als auch Dachdeckerarbeiten anbietet. Anschließend absolvierte er die Meisterausbildung und blieb dem angestammten Unternehmen treu. Inzwischen leitet Kloss das achtköpfige Dachdeckerteam. Mit seiner Bewerbung um den Titel Mister Handwerk möchte er auf seinen Beruf aufmerksam machen. „Wir brauchen gute und sportliche Leute, die Spaß am Dachdecken haben“, erklärt Kloss. Bei Philipp leitet er die Sportgruppe. Auch privat ist Kloss sportlich unterwegs – vorzugsweise im Fitnessstudio. Als weiteres Hobby nennt der Dachdeckermeister die Berichterstattung über Social Media. Dort verleiht er seiner Begeisterung für das Dachdecker-Handwerk in Bildern, Filmen und Texten Ausdruck.       

 

Neugier ist für Carolin Finger Grundvoraussetzung 

„Einfach mal etwas ausprobieren“, rät die Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Carolin Finger (25) Schülerinnen und Schülern. Sie hat bei ihrem Vater, Gas- und Wasserinstallateurmeister und Firmenchef Matthias Finger, ein Praktikum absolviert. Die Arbeit hat ihr Spaß gemacht. Die Bielefelder H. D. Finger GmbH ist Partner von Großunternehmen in Bielefeld und bedient darüber hinaus Privatkunden. Nach Erlangen der Fachoberschulreife begann sie 2013 ihre Ausbildung im elterlichen Betrieb. Egal, ob eine Spezialisierung innerhalb des Berufes erfolgt, eine Weiterbildung zur Technikerin oder Meisterin oder ein Studium, mit einer Ausbildung wird die Grundlage für einen vielseitigen und spannenden Berufsweg gelegt, davon ist Carolin Finger überzeugt. Eine Grundvoraussetzung für den Beruf der Anlagenmechanikerin ist nach Auffassung der Handwerksgesellin Neugier. Jeder Arbeitstag sei spannend und interessant. Mit ihrer Bewerbung zur Miss Handwerk möchte Carolin Finger ihren Beruf für Jugendliche interessant machen. Privat liebt die Bielefelderin ihren großen Blumengarten, ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihren Freunden.