15-06-2020

Infektionsschutz aus Glas

Präsident Peter Eul besuchte die Glas Fischer GmbH in Minden.
(v.l.) Maria Brand, Handwerkspräsident Peter Eul, Firmenchef Dietmar Brand und Sohn Jörn Brand

Sich von der Krise nicht unterkriegen lassen, sondern auf eigene Stärken bauen: Dem Unternehmen Glas Fischer GmbH in Minden ist das schon oft gelungen. Der renommierte Fachbetrieb ist seit 1930 als Glasgroßhandlung, Glasschleiferei und Glaserei am Markt tätig.


Seit dem 1. September 1991 leitet der Glasermeister und staatlich Geprüfte Glasbautechniker Dietmar Brand gemeinsam mit seiner Ehefrau Cornelia Brand das Unternehmen. Mittlerweile ist die nächste Familiengeneration mit Glasgroßhandelskauffrau Maria Brand und Glasermeister und Wirtschaftsingenieur Jörn Brand im Betrieb in leitender Funktion mit tätig. Gleich zu Beginn der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach Vorrichtungen zum Infektionsschutz massiv. Das Mindener Traditionsunternehmen erreichten Anfragen nach transparentem Infektionsschutz aus ganz unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen wie dem Einzelhandel, dem Gastrogewerbe und vor allem aus medizinischen Einrichtungen. „Ihr Unternehmen konnte sich so lange erfolgreich behaupten, weil Sie immer wieder auf die Anforderungen des Marktes reagiert haben und das schnell und auf einem hohen Qualitätsstandard“, erklärte Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL, bei einem Besuch der Glas Fischer GmbH.


Je nach Anwendungsbereich wählt die Glaserei aus dem Portfolio der unterschiedlichen Sicherheitsgläser das jeweils richtige Produkt aus. Die Gläser können durch individuelle Beschriftungen, Logos und Dekore den Kundenbedürfnissen angepasst werden. Dabei werden Verfahren wie die Folienbeschriftungs-, die Sandstrahlmattier- oder die Lasertechnik angewandt. „Infektionsschutz aus Glas ist auf Dauer durch die härtere Oberfläche besser zu reinigen als aus Kunststoff. Glasoberflächen sind nahezu porenfrei und können deshalb problemlos desinfiziert werden“, erklärte Glasermeister Jörn Brand.


Neben den Glasvorrichtungen für Infektionsschutz deckt Glas Fischer GmbH viele weitere Anwendungsbereiche von Glas ab. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf BRILLANT Glasduschen, Glastüren, Glastrennwände, Glasraumteiler sowie Spiegel auch mit Beleuchtung. „Für die präzise Bearbeitung der Basisgläser zu den maßangefertigten Gläsern verfügen wir über einen hochmodernen digitalisierten Maschinenpark“, betonte Dietmar Brand. Das Management sowohl der Bundesregierung als auch der Landesregierung während der Corona-Pandemie lobten die Unternehmer ausdrücklich. Entscheidend sei es gewesen, dass sich der Wirtschaftszweig Handwerk über seine Organisationen wie Handwerkskammern, Innungen und Verbände aktiv und selbstbewusst in die politische Entscheidungsfindung eingebracht haben, so Jörn Brand.


Daher sei das Familienunternehmen selbstverständlich Innungsmitglied. „Networking ist nicht nur in Krisenzeiten wichtig“, betonte Glaskauffrau Maria Brand. „Eine starke Vertretung auf regionaler, auf Landes- und auf Bundesebene ist entscheidend für unseren Wirtschaftszweig“, bestätigte Präsident Peter Eul. Derzeit steht das Unternehmen Glas Fischer GmbH eng mit der Handwerkskammer in Kontakt. Gemeinsam mit den Betriebsberatern Angela Rehorst und Bernd Fuchs leitet die Familie Brand den Generationenwechsel ein.