21-02-2020

Wertschätzung für das Handwerk

Handwerkpolitischer Dialog im Campus Handwerk.
(v.l.) Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer, Stefan Schwartze, MdB SPD, Birgit Stehl, Geschäftsführerin Berufsbildung und Recht, Christina Kampmann, MdL SPD, Raphael Tigges, MdL CDU, Britta Haßelmann, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Martina Hannen MdL FDP, Bernhard Hoppe-Biermeier, MdL CDU, Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin Berufsbildungszentrum, Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Daniel Sieveke, MdL CDU

Zu einem Dialog über die Erwartungen des Handwerks an Bundes- und Landespolitik hatte der Präsident der Handwerkskammer OWL, Peter Eul, Bundestags- und Landtagsabgeordnete eingeladen. Eul wies in seiner Begrüßung auf die überragende Rolle hin, die den Handwerksbetrieben als Umweltdienstleister Nr. 1 bei der Bewältigung der großen Herausforderungen zum Schutz des Klimas zukomme.

 

Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, betonte, dass Fortschritte bei der Luftreinhaltung erzielt worden seien. Daher sei es irritierend, dass landesweit Vergleiche mit der Deutschen Umwelthilfe angestrebt würden. Dies gelte auch für die Stadt Bielefeld, obwohl diese im vergangenen Jahr nachweislich unter den von der EU gesetzten Grenzwerten geblieben sei.

 

Auf politischer Seite war man sich einig, dass das Handwerk auf Lösungen mit Augenmaß angewiesen sei. Fahrverbote würden Handwerker durch das Pendeln zum Betrieb sowie zu den wechselnden Arbeitsplätzen beim Kunden doppelt treffen, so Martina Hannen, MdL  FDP. Raphael Tigges, MdL CDU, betonte: „Als NRW-Koalition wollen wir Fahrverbote unbedingt vermeiden.“ Bei der geforderten Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung waren sich Politiker und Kammervertreter grundsätzlich einig. Dennoch rückte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Dr. Jens Prager, mit dem Thema „Lehrlingswohnen“ ein Beispiel in den Fokus.

 

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Daniel Sieveke, wünschte sich, dass das Handwerk nicht nur in dieser Frage künftig noch selbstbewusster auftrete. Beim Thema Fachkräftesicherung stimmten beide Seiten darin überein, dass das Handwerk in den Schulen stärker in den Fokus gerückt werden müsse. Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin des Berufsbildungszentrums, erklärte dass die Berufskollegs unbedingt in der Fläche präsent bleiben müssten. Christina Kampmann, MdL SPD, betonte, wie wichtig es sei, dass in OWL bei Zukunftsfragen für das Handwerk eine parteiübergreifende Zusammenarbeit gelebt werde.