25-11-2020

Diamantener Meisterbrief für Wilhelm Gustav Palsbröker

Präsident Peter Eul überreichte Ehrenurkunde der Handwerkskammer.
(v.l) Jubilar Wilhelm Gustav Palsbröker und Kammerpräsident Peter Eul

Im Jahr 1960 hatte Wilhelm Gustav Palsbröker (85) seine Meisterprüfung im Dachdecker-Handwerk in Mayen bei Koblenz abgelegt. In dritter Generation übernahm der Handwerksmeister 1962 den bekannten Bünder Dachdeckerbetrieb „Palsbröker Dachdeckermeister“ von seinem Vater Werner. Gegründet hatte das Unternehmen 1905 sein Großvater Heinrich.

 

Für 60 Jahre Meisterschaft überreichte ihm Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, den Diamantenen Meisterbrief im Campus Handwerk in Bielefeld. „Sie haben Ihre Leidenschaft für das Dachdeckerhandwerk in guter Handwerkstradition an die Jugend weitergegeben“, lobte Peter Eul bei der Übergabe der Ehrenurkunde. Zur Feierstunde hatte der Jubilar die Zeichnung einer Biberschwanzkehle mitgebracht. Mit dieser Technik werden zwei angrenzende Dachflächen mit Dachziegeln verbunden. Das Verfahren gehört zur hohen Kunst des Dachdecker-Handwerks. Für die Zeichnung, die Bestandteil seiner Meisterprüfung war, hatte er die Note Eins plus erhalten. Sie hängt jetzt im Wohnzimmer seiner Enkeltochter Eva-Lotte Palsbröker, die genau wie ihr Vater und ihr Großvater die Meisterprüfung im Dachdecker-Handwerk ebenfalls in Mayen abgelegt hat.

 

Wilhelm Palsbröker ist nicht nur passionierter Dachdeckermeister, sondern auch Hundeliebhaber. Bei seinen Fahrten auf die Baustellen hatte er stets seinen Dackel dabei, der die Dacharbeiten von unten begutachtete. Für seine Treue zur Dachdecker-Innung Herford hat er die Silberne Verbandsnadel erhalten.