05-03-2020

HandwerkX bringt Schwung aufs Land

Die Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg setzt auf digitale Kommunikation.
Geschäftsführer Dominik Rüther und Peter Rech, Projektkoordinator Bildung, präsentieren die 3D-Kamera zusammen mit dem Tablet

HandwerkX heißt der neue Internetauftritt. Mit Unterstützung des Bundesprogrammes „Land(auf)Schwung“ hat die KH das Betriebsportal für Handwerksunternehmen eingerichtet, in dem viele digitale Angebote gebündelt werden.  


Handwerksbetriebe können sich kostenlos präsentieren. Alle Mitgliedsunternehmen sind direkt angeschrieben und informiert worden. Die Unternehmen haben die Möglichkeit, sich selbst und ihr Leistungsangebot darzustellen. Das ist für potenzielle Kunden interessant, aber auch für Fachkräfte und Auszubildende, die eine Stelle suchen. Betriebe, die Unterstützung bei der Gestaltung ihres Auftritts auf HandwerkX wünschen, können diese gegen eine Gebühr erhalten. Innungsmitglieder zahlen bei einem Basis-Auftritt 39 Euro, Nicht-Innungsmitglieder 69 Euro. Die Kreishandwerkerschaft bietet erweiterte „Pakete“ an bis zur Anfertigung von Imagetexten in Zusammenarbeit mit einer professionellen Texterin. Auch das Einstellen von 360-Grad-Bildern und -Filmen ist möglich. Die KH verfügt selbst über zwei 360-Grad-Kameras, um den Service für Mitgliedsbetriebe zu gewährleisten. „Einige Firmenporträts möchten wir auf Berufsmessen nutzen, um unterschiedliche Ausbildungen vorzustellen und Interesse am Handwerk zu wecken“, erklärt Dominik Rüther, KH-Geschäftsführer, natürlich vorausgesetzt, die Betriebe sind einverstanden. „Mithilfe des Portals können wir Jugendlichen das Handwerk direkt und bei der Arbeit als attraktiven Wirtschaftszweig zeigen“, so Rüther.

 

Schon jetzt hat Peter Rech, Projektkoordinator Bildung der KH, stets eine VR-Brille und einen entsprechend ausgerüsteten PC dabei, wenn er in Schulen oder auf Berufsmessen geht. Wichtigste Messe ist die STEP 1 in Brakel. Mit der Brille können Schülerinnen und Schüler, ganz unterschiedliche Berufe erleben und ausprobieren. Mittelfristig würde Rech das Angebot an digitalisiert dargestellten Ausbildungsberufen gerne erweitern. Zukünftig soll der Einsatz von VR-Brillen auch in der überbetrieblichen Ausbildung Einzug finden, in der Weiterbildung werden sie schon eingesetzt.


Mit der „Augmented Reality“ (AR) werden darüber hinaus virtuelle Dinge in eine reale Umgebung gesetzt. „Mit AR können die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer im Unterrichtsraum genauso lernen, wie vor Ort in einer Betriebsstätte oder auf einer Baustelle“, auch dieses Verfahren setzt die Handwerksorganisation schon in Weiterbildungsmaßnahmen ein. Als nächstes plant die KH für den Unterricht mit Geflüchteten Minikopfhörer anzuschaffen. Über eine App kann der Unterricht in die Sprache des Geflüchteten übersetzt werden. „Beim Fachunterricht ist das sehr hilfreich“, betont Rüther. Oft können die Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern gut Deutsch sprechen, doch bei der Fachsprache des jeweiligen Gewerkes hapert es noch.