26-11-2019

Innovationspreis Handwerk NRW für Ulrich Rotte GmbH

Flexiblen Werkzeugträger entwickelt.
(v.l.) Dr. Jens Prager, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer,
Bahtiyar Kesici, MSF Vathauer Antriebstechnik GmbH & Co KG, Christoph Marschalt, Universität Paderborn, Maik-Julian Büker, Universität Paderborn,
Ulrich Rotte, Ulrich Rotte GmbH, Dr. Christian Hedayat, Universität Paderborn,
Dr. Franz-Barthold Gockel, Ulrich Rotte GmbH, Mike Figge, Fraunhofer Institut IEM, Lother Nordberg, Miele & Cie. KG, Wolfgang Borgert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer  © Foto: Rolf Göbels/WHKT

 


Die Ulrich Rotte Anlagenbau und Fördertechnik GmbH aus Salzkotten wurde am Montagabend in feierlichem Rahmen in Düsseldorf durch NRW-Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit dem erstmals verliehenen Innovationspreis Handwerk NRW 2019 ausgezeichnet.


Mit dem Preis würdigt die Landesregierung Handwerksbetriebe, die nicht nur technologisch innovative Neuerungen umsetzen, sondern auch für neue Verfahren und Lösungsstrategien in sämtlichen ökonomischen oder sozialen Bereichen stehen. Insgesamt wurden vier Betriebe aus ganz Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Sie erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.


"Die vier Preisträger zeigen eine enorme Qualität von Innovationen, die von unserem heimischen Handwerk erzielt wird. Es stecken viel Erfinder- und Unternehmergeist und technologische Kompetenzen in den Betrieben", betonte der NRW-Wirtschaftsminister.


Die Ulrich Rotte Anlagenbau und Fördertechnik GmbH hat einen flexiblen Werkstückträger entwickelt, der sich selbstständig individuellen Produkteigenschaften wie Form, Gewicht und Steifigkeit anpasst und somit Zeit und Kosten einspart. Die Basis ist eine energieeffiziente Kraft-Weg-Regelung, die die automatische Rekonfiguration ermöglicht. Diese Innovation entwickelte die Firma gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM, MSF-VATHAUER Antriebstechnik und der Universität Paderborn.


Von der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld gratulierten Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Prager und sein Stellvertreter Wolfgang Borgert dem Preisträger vor Ort bei der Preisverleihung. "Sie stehen für ein zukunftsgerichtetes Handwerk und sind Vorreiter bei der Entwicklung neuer Technologien in OWL und weit darüber hinaus", erklärte Dr. Prager. "Schon 2011 war Rotte Anlagenbau und Fördertechnik für den Zukunftspreis der Handwerkskammer nominiert, da freut uns die Auszeichnung durch das Land natürlich besonders", erinnerte Wolfgang Borgert.


Eine vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) eingesetzte Jury vergibt den Preis künftig regelmäßig. Vergeben wurden die Preise in zwei Kategorien an Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern (Kategorie A) und Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern (Kategorie B).