05-12-19

Potenzialanalyse - Den Weg ins Berufsleben finden

Schülerinnen und Schüler der Laborschule am Campus Handwerk.
(v.l.) Markus Richartz, Klassenlehrer der Laborschule, Vera Grämmel, Fachbereichsleiterin der Handwerkskammer verschiedene technische Berufe und Arbeitsmarktrelevante Programme, Claudia Hilse, Leiterin Kommunale Koordinierung Bereich Jugend der REGE, und Dr. Maribel Illig Geschäftsführerin und Leiterin des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer OWL zu Bielefeld.

Eigene Stärken entdecken, um später den richtigen Weg ins Berufsleben einzuschlagen, das hatten sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Bielefelder Laborschule gemeinsam mit ihrem Lehrer Markus Richartz zum Ziel gesetzt. Im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer OWL am Campus Handwerk hatten sie Gelegenheit, Arbeitsaufgaben aus fünf ganz unterschiedlichen Gebieten auszuführen, um die eigenen Fähigkeiten zu testen. „Geht ganz ergebnisoffen an eure Aufgaben ran“, riet Dr. Maribel Illig, Geschäftsführerin der Handwerkskammer und Leiterin des Bildungszentrums den jungen Leuten. Die Arbeitsaufträge stammten aus den Bereichen kaufmännisch-verwaltend, sozial-pflegerisch, künstlerisch-kreativ und handwerklich-technisch. Geschulte Pädagogen ermitteln dabei die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Geschick im Umgang mit Werkzeug, Sorgfalt, Achtsamkeit, Kreativität, sprachliche Begabungen oder kommunikative Fähigkeiten werden dabei in der sogenannten Potenzialanalyse ermittelt.  


„Ich finde es super, dass wir viel praktisch arbeiten können“, betonte Schülerin Judith Gürtler. „Ich mache gerne etwas mit meinen Händen. Ich glaube, daran habe ich am meisten Spaß.“

 

Die Analyse ist Bestandteil des Berufsorientierungsprogrammes „Kein Abschluss ohne Anschluss“ der Landesregierung NRW. Dies wird seit 2012 in Bielefeld von der REGE mbH koordiniert. Bisher haben ca. 20.000  Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen an einer Potenzialanalyse teilgenommen, die in Bielefeld von einem Verbund verschiedener Bildungsträger mit einem gemeinsamen Konzept  angeboten wird. In den Prozess sind auch die Eltern mit eingebunden. „Die Jugendlichen bekommen so eine erste Einschätzung ihrer Stärken, die wichtig ist für die weitere berufliche Orientierung“, erläutert Claudia Hilse von der REGE mbH. Auf dieser Basis werde dann auch über die Ausrichtung der Berufsfelderkundung und des Praktikums entschieden. 

 
Dem Schüler Nelson Nooh gefielen die Tätigkeiten rund um die Potenzialanalyse ebenfalls gut: „Ich glaube, dass ich jetzt besser herausfinden kann, in welchem Berufsfeld ich später arbeiten möchte.“