27-11-2019

Zwei Diamantene Meisterbriefe verliehen

Lili Altehans und Bernhard Denecke wurden ausgezeichnet.
Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer (v.l.), Lili Altehans, Tischlermeister Bernhard Denecke und Vizepräsident (Arbeitgeberseite) Heiner Dresrüsse.

Auf der Vollversammlung der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld erhielten Wäscheschneidermeisterin Lili Altehans (Vlotho) und Tischlermeister Bernhard Denecke (Borgentreich) den Diamantenen Meis-terbrief für 60 Jahre Meisterschaft. Die Ehrenurkunden überreichte Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer.

 

Mit Freude und Begeisterung absolvierte Lili Altehans (83) ihre Ausbildung zur Wäscheschneiderin in Detmold. In Abendkursen besuchte sie anschließend Meistervorbereitungskurse und legte schließlich 1959 ihre Meisterprüfung erfolgreich ab. Abenteuerlustig ging die junge Meisterin nach Frankfurt. In der Mainmetropole arbeitete sie zunächst in einer Wäscheboutique und wechselte dann in einen Schneiderbetrieb, in dem unter anderem Tischwäsche und Oberhemden gefertigt wurden. Dort übernahm Altehans eine leitende Position und bildete Lehrlinge aus. Nach der Geburt ihrer Tochter kehrte sie nach rund sieben Jahren mit ihrem Ehemann nach Vlotho zurück und machte sich dort 1966 selbstständig. „Sie haben stets gewusst, Ihre Chancen zu nutzen und Ihr Handwerk mit Können und Leidenschaft ausgeübt“, erklärte Präsident Peter Eul bei der Übergabe des Ehrenbriefes an die Jubilarin gerichtet. Die Wäscheschneidermeisterin bot in ihrem Unternehmen hauptsächlich Tischwäsche und Gardinen an. Für die Anpassung der Gardinen fuhr sie mit einer Koffernähmaschine auch direkt zu den Auftraggebern. Die Nachfrage nach vor allem Damenwäsche war durch das umfangreiche Angebot in den Kaufhäusern massiv zurückgegangen.

 

Bernhard Denecke (85) erlernte mit dem Tischler-Handwerk seinen Traumberuf. Seine Meisterprüfung legte der Borgentreicher 1959 vor der Handwerkskammer in Bielefeld ab. Im Anschluss fand er eine Festanstellung als Meister in einer Möbelfabrik. „Ich freue mich, einem Vollbluthandwerker wie Ihnen den Diamantenen Meisterbrief überreichen zu dürfen“, erklärte Präsident Peter Eul bei der Übergabe. Ab 1968  führte Denecke als Selbstständiger in Absprache mit seinem Arbeitgeber nebenberuflich eine Bautischlerei. 1991 ging er in den Ruhestand, seine Tischlerei führte er bis 2013 weiter. Parallel dazu hat sich sein Sohn Jürgen Denecke, ebenfalls Tischlermeister, in Brakel mit dem Unternehmen Denecke Montage selbstständig gemacht; die beiden Unternehmen arbeiteten partnerschaftlich zusammen. Bernhard Denecke wird gemeinsam mit Ehefrau Helga im Januar seinen „Eisernen Hochzeitstag“ feiern, das Ehepaar hat drei Töchter und drei Söhne. Neben dem Tischlerhandwerk zählt das Fußballspielen zu seinen Hobbys.